Akupunktur – wohl die bekannteste chinesische Heilmethode. Der europäische Begriff Akupunktur bedeutet „Heilen mit Nadeln“ – von „acus“ (lat. die Nadel) und „pungere“ (lat. stechen). Auch wenn die Begründungen in der Schulmedizin und in der TCM (traditionelle chinesische Medizin) auseinandergehen, warum und wie Akupunktur funktioniert, so ist eines klar: Sie ist äußerst wirkungsvoll und kann sowohl in der Behandlung von akuten und chronischen Schmerzzuständen und Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt werden als auch zur Linderung oder Heilung vieler Funktions- und Befindlichkeitsstörungen (z.B. Reizdarm, Tinnitus, Schlafstörungen, Zyklus- und Wechseljahresbeschwerden).
Die Akupunktur wird sehr sorgfältig und individuell auf die Patientin oder den Patienten eingestellt. Es gibt unterschiedliche Formen der Anwendung, zum Beispiel die Ohr-Akupunktur und die Hand-Akupunktur, je nachdem, wo die Nadeln gesetzt werden. Insgesamt wurden am Körper 361 Akupunkturpunkte entdeckt. Meistens werden im Rahmen einer Behandlung höchstens 16 Nadeln gesetzt. Sie bestehen aus Stahl und werden nur einmal verwendet. Die Behandlung ist weitgehend schmerzlos und dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Eine Therapie umfasst meistens 10 bis 15 Sitzungen. Der Behandlungsabstand beträgt normalerweise eine Woche. Die Akupunktur wird inzwischen auch von der Schulmedizin und damit von den Krankenkassen als risikoarme und wirkungsvolle Therapie anerkannt.